Vespa Velutina – Die Asiatische Hornisse

Seit 2004 breitet sich die asiatische Hornisse Vespa velutina nigrothorax in Europa aus. 2014 wurde sie das erste mal in Deutschland nachgewiesen, zwischenzeitlich hat sie die Grenzregionen unseres Vereinsgebietes erreicht. Es gilt daher die Augen aufzuhalten.
Nachfolgend einige Links zum sehr informativen Portal: www.velutina.de

Nach den ersten Entdeckungen der Velutina in unserem Gebiet wird als Sofortmaßnahme vorgeschlagen, ein kreisweites „Velutina Monitoring“ aufzubauen, an dem möglichst Viele teilnehmen und ihre Feststellungen mitteilen sollen.
Bitte nehmt euch die Zeit und beteiligt euch an dem Monitoring. Jede Hilfe ist wertvoll. Je früher wir mit der Beobachtung beginnen, desto größer die Chance die Ausbreitung in unserem Gebiet einzudämmen.

weiterführende Infos mit KLICK aufs Bild
Sichtungen der Vespa velutina sind inNRW in das Neobiotaportal zu melden. Die zuständigen Naturschutzbehörden werden dann automatisiert informiert!
https://neobiota.naturschutzinformationen.nrw.de/neobiota/de/fundpunkte/webformular

MONITORING
Als erster Schritt wäre es sinnvoll, Locktöpfe aufzustellen, um an diesen ggf. das Vorhandensein der Velutina nachweisen zu können. Als Locktöpfe eignen sich bestens Urinbecher mit einem Docht (z.B. Stück Reinigungstuch). Der Docht befindet sich in einer Flüssigkeit aus 1/3 süßer Weißwein, 1/3 Himbeersirup, 1/3 Vitamalz.

Wenn man eine Velutina entdeckt, sollte man sie nach Möglichkeit fotografieren und dann in neobiota-Portal melden. Die Suche der Nester erfolgt durch geschulte „Velutina-Jäger“.

Wichtig! Die Locktöpfe dienen zum Anlocken und zur Sichtung, nicht als Falle!

Wie dann eine Bekämpfung eines Velutinanestes von statten geht könnt ihr im Artikel der Kölnischen Rundschau vom 11.10.2023 lesen. Dort hat unser Vereinsmitglied Dirk an der Beseitigung mitgewirkt.

Frühblüher Zwiebelrettung

Unsere Aktion für mehr Nachhaltigkeit und blühende Strukturen im Frühling läuft nun seit zwei Wochen sehr erfolgreich. Es ist Zeit eine kurze Zwischenbilanz zu ziehen und allen Helfern und Spendern für ihren Einsatz zu danken.
Es wurden bereits hunderte Blumenzwiebeln gerettet. Die Aktion hat für viel positive Resonanz gesorgt und wir als Imker und Bienenpfleger haben auf ein wichtiges Thema – Nahrung für Insekten – aufmerksam gemacht.
Einige Zeitungsartikel sind erschienen und auch Radio Euskirchen hat über die Aktion berichtet.
Knapp 70 Kisten sind auf 15 Friedhöfen verteilt !

Herzlichen Dank an euch Alle für die Vorbereitung, das Aufstellen und Betreuen der Kisten 🙏!

Auf eine weitere tolle Aktion!

Mehr Infos findest du unter: Frühblüher Zwiebelrettung – Bienenzuchtverein Euskirchen e.V. (bienenzuchtverein-euskirchen.de)

Die Lange Nacht der Bienenwissenschaft am 08.04.2022 20.15 Uhr

Die Idee

Die Arbeitsgemeinschaft der Institute für Bienenforschung hält in diesem Jahr ihre 69. AG-Jahrestagung ab. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler bringen sich gegenseitig auf den neuesten Stand ihrer Forschung, besprechen neue Themenfelder und knüpfen Verbindungen zwischen den unterschiedlichen Wissensgebieten. Oft nehmen Imkereien in Deutschland erst Jahre später die Segnungen dieser Forschungsarbeit wahr, nämlich dann, wenn Ideen der Forscherinnen und Forscher zu einem fertigen Produkt oder zu einer zugelassenen Methode geworden sind.

Die Lange Nacht der Bienenwissenschaft soll nun helfen, die spannenden Methoden und Ideen der Wissenschaft öffentlich zugänglich zu machen. Imkerinnen und Imker werden live am Bildschirm erfahren, was die Bieneninstitute umtreibt, woran sie tüfteln, wonach sie fieberhaft suchen. Dabei stützen sich die Forscherinnen und Forscher auf die Themengebiete, die Sie im Rahmen der AG-Jahrestagung vorgestellt haben, bereiten diese aber so auf, dass die wissenschaftlichen Laien sie verstehen können.

Weitere Informationen: https://dlndb.de/

Meldung Tierseuchenkasse

Bienenhalter, wie alle anderen Nutztierhalter in NRW, müssen bis zum 31.01.2022 ihre Tierzahlen bei der Tierseuchenkasse melden.

Ist man bereits registriert kann man auch online melden, ansonsten per übersandten Meldebogen.

Alles weitere findet sich auf der Seite der Tierseuchenkasse NRW:
https://www.landwirtschaftskammer.de/Landwirtschaft/tierseuchenkasse/meldung/index.htm

Hier die Information der Tierseuchenkasse für Imker/Bienenhalter:

Informationen für Bienenhalter

Bienenhalter haben den voraussichtlichen Jahreshöchstbesatz (=Anzahl der Bienenvölker inkl. Ableger, die maximal im Beitragsjahr 2022 gehalten werden sollen) ihrer Bienenvölker anzugeben.
Zu melden sind daher grundsätzlich alle Völker; auch kleine Ableger sind als solche zu bewerten. All das, was bei einem eventuellen Seuchenfall maximal vorzufinden, tierseuchenrechtlichen zu reglementieren und gegebenenfalls zu entschädigen ist, muss vollständig gemeldet werden.


Bienenschwarm – Schwarmzeit

Mit Beginn der Rosskastanien-Blüte startet meist im Mai die Schwarmzeit der Honigbiene. Dann kann es hin und wieder vorkommen, dass sich ein Bienenschwarm auch in Ihren Garten verirrt. Von einem Bienenschwarm geht, wenn man ihn nicht stört, keine direkte Gefahr aus. Die Bienen sammeln sich meist zur Mittagszeit an einem Ast in einer Schwarmtraube. Zu diesem Zeitpunkt sind sie durch einen Imker meist relativ einfach einzufangen.

Bienenschwarm in Hasel

Ein geschwärmtes Volk überlebt in der freien Natur leider ohne Hilfe des Imkers meist keinen zweiten Winter. Dies hat nichts mit zu geringem Nahrungsangebot zu tun sondern ausschließlich mit der krankheitsübertragenden Varroa-Milbe. Ohne die Bekämpfung der Milbe durch den Imker ist jeder herrenlose Bienenschwarm früher oder später dem Tode geweiht. Zögern Sie bei einem Bienenschwarm daher nicht einen unserer Imkerkollegen zu kontaktieren.
Weitere Infos finden Sie auf unserer Seite zum Bienenschwarm.

Bienenvölker nachfüttern

Nach den zweistelligen Temperaturen der letzten Woche haben die meisten Bienenvölker gute Brutnester angelegt. Jetzt sollte man die Futtervorräte im Auge behalten. Man kann von 2 kg Futterverbrauch im Februar und schon 4 kg pro Monat im März und April ausgehen.

Starke Einzarger gefährdet

Gerade die stark überwinterten Völker zehren jetzt erheblich. Besonders gefährdet sind die einzargig überwinterten Völker, wie z.B. sehr früh gebildeten Ableger aus dem Vorjahr.

Starker Ableger aus dem Vorjahr – verhungert Mitte Februar obwohl zur Oxalsäurebehandlung scheinbar noch genug Futter vorhanden war

Notfütterung mit Futtertasche

Werden die Futtervorräte knapp, kann man direkt am Bienensitz mit einer Futtertasche und Sirup nachfüttern. In eine Futtertasche in einfacher Rähmchenbreite passen 2,2 L / 3 kg Futtersirup. Ein starkes Volk leert eine solche Futtertasche innerhalb von zwei Tagen.
Das Nachfüttern mit Futtertasche klappt aber nicht bei niedrigen Temperaturen. Dann nehmen selbst starke Völker kaum Futter von der Seite ab.

Notfütterung mit Futtertasche direkt am Bienensitz

Notfütterung von unten

Bei niedrigen Temperaturen, wenn die Bienen nicht fliegen, kann von unten nachgefüttert werden. Man stellt einfach eine Schale auf den Gitterboden direkt unter den Bienensitz, füttert mit Sirup und Schwimmhilfen, wie z.B. Korken.

Notfütterung von unten – diese Schale fasst knapp 1,5 Liter Sirup.

Als Faustregel kann man sich daran orientieren, dass 1 L Futtersirup ca. 1,4 kg wiegen und von den Bienen in gut 0,8 kg Futter umgearbeitet werden. Somit kann man sich ausrechnen, wie oft man nachfüttern muss, um die benötigte Futtermenge bis zum Trachtbeginn einzufüttern.

Bienenvölker auf Flugaktivität überprüfen

Aktuell sind die Temperaturen noch im zweistelligen Bereich und die Hongbienen fliegen tagsüber. Jetzt sollte man die Völker, besonders mit Flugloch-Mäusekeil, auf Flugaktivität überprüfen. Fliegt ein Volk nicht, kann dies daran liegen, dass das Volk aufgrund von einem verstopften Flugloch nicht mehr aus der Beute kommt. Dies kann gerade bei den Völkern passieren, die bei der Winterbehandlung noch sehr stark war.

Bei diesem Bienenvolk kam die Kontrolle der Flugaktivität noch früh genug. Der Gitterboden war voll mit Totenfall, der Mäusekeil vollkommen verstopft und das Volk konnte nicht mehr ausfliegen. Anschließend konnte man wieder normale Flugaktivität beobachtet werden.